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Carl Zuckmayer and family, Berlin 1928

 

"Wo ist man daheim? Wo man geboren wurde oder wo man zu sterben wuenscht? Damals glaubte ich es zu wissen - glaubte mit einer Stecknadel auf dem Globus den winzigen Punkt geographisch bestimmen zu koennen, der mir selbstgeschaffene, selbsterwaehlte Heimat war und wo ich mein irdisches Dasein auszuleben hoffte: es war der Ort Henndorf bei Salzburg."

 

 

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Alice Herdan-Zuckmayer & Carl Zuckmayer Saas-Fee 1968,
Photo: Wolfgang Isser, Munich

 

 

Lebensgeschichte

Jugend (1896 - 1914)

am 27.12.1896 in Nackenheim (Rheinhessen) geboren
Eltern Unternehmer einer Fabrik für Weinflaschenkapseln
um 1900 Umzug nach Mainz, Besuch des 'Humanistischen Gymnasiums'

Krieg (1914-1918)

1914 Meldung als Kriegsfreiwilliger, Notabitur, Leutnant
trotz Krieg umfassende literarische Weiterbildung und Beiträge in Franz Pfempferts 'Aktion'

Weimarer Republik (1918-1933)

Student an den Universitäten Frankfurt a.M. und Heidelberg (Rechtswissenschaften, Philosophie, Naturwissenschaften)
1920 Uraufführung des Dramas Kreuzweg in Berlin
1922 Dramaturg in Kiel, 1923 Entlassung
1925 Uraufführung Pankraz erwacht oder die Hinterwäldler, ziemlicher Mißerfolg;
Heirat der Schauspielerin Alice Frank;
Uraufführung Der fröhliche Weinberg, Kleist-Preis
1927 erfolgreiche Uraufführung Schinderhannes, 1928 Katharina Knie
1929 Georg-Büchner-Preis und Dramatikerpreis der Heidelberger Festspiele;
Verfilmung Der fröhliche Weinberg, Drehbuch Der blaue Engel
1931 Der Hauptmann von Köpenick uraufgeführt

Exil (1933-1947)

1933 Übersiedelung nach Henndorf, Österreich, dort Schreiben von Drehbüchern (z.B. Rembrandt, 1936)
1938 Flucht in die Schweiz, 1939 in die USA
1939-41 Drehbuchautor in Hollywood, Dozent an der Theaterschule der Exil-Universität 'New School for Social Researchs', danach Farmer in Vermont
1945 Erzählung Der Seelenbräu
1946 Uraufführung Des Teufels General in Zürich, 1947 in Frankfurt a. M.

Europa (1947-1977)

1949 Uraufführung Barbara Blomberg in Konstanz
1952 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt a.M., Ehrenbürger von Nackenheim
1955 das Drama Das kalte Licht wird in Hamburg uraufgeführt
1958 Übersiedelung nach Saas-Fee, Schweiz, 1959 Erzählungen Die Fastnachtsbeichte
1960 Großer Österreichischer Staatspreis
1966 Autobiographie Als wär's ein Stück von mir
1972 Heinrich-Heine-Preis der Stadt Düsseldorf erstmalig verliehen
1975 Uraufführung Der Rattenfänger in Zürich
18.01.1977 in Visp, Schweiz gestorben

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