Moderne Hilfsmittel der Komposition der Computer als Hilfe zur Musikproduktion
vorgelegt von
Dino Spilluttini
Klasse: 8Gb
bei
Mag. Helmut Caba
in Informatik
am BG/BRG Hallein
im Schuljahr 1998/1999
am 21. 2.1999
Einleitung *
I. GRUNDLAGEN *
b)Systeme *
1a) der digitale SP/DIF-Ausgang *
1.1 Physikalische Modellierung (die "Hardware-Instrumente") *
1.2 Waveguide (die "Software-Instrumente") *
Vergleich von physikalischer Modellierung und Waveguide *
1.3 Zusammenfassung *
Geschichte des MIDI-Standards *
Wie funkioniert MIDI? *
Die Anschlüsse *
Die Verkabelung *
Sternverkabelung *
MIDI-Datenarten *
Kanäle *
Wie wird ein MIDI-Ton erzeugt? *
2.1 Sequencer *
2.2 Midi-Bearbeitung *
3.1 CD-Sound *
3.2 Harry Nyquist und sein Theorem *
3.3 Harddisk-Recording *
II.MIDI KOMPOSITION AM BEISPIEL DES PROGRAMMES "MAGIX MIDI STUDIO" *
2) Trackfenster *
3) Das Schaltpult *
4) Die Drumeditor etc. Buttons *
2.1.die Komposition aus theoretischer Sicht *
Die Dynamik: *
Rhythmus und Takt *
2.2 Die ersten Schritte *
III.DIE VERWENDUNG DES COMPUTERS ALS AUFNAHMESTUDIO (HD-Recording) *
Die Beispiele Hd-rec2a.wav und Hd-rec2b.wav *
REMIXING *
Von Hd-rec2a.wav zu Hd-rec2b.wav *
ANHANG: *
1a) MP3: ein neues Format revolutioniert die Welt der Soundformate *
Literatur *
Websites: *
Zwei der wichtigsten Dinge in meinem Leben sind Musik und Computer. Da mich bei der Musik vor allem die kreative Seite, also die Komposition begeistert, versuchte ich die Möglichkeiten des PCs als Kompositionshilfe und war von seinen Fähigkeiten auf diesem Gebiet überwältigt.
Ursprünge der elektroakustischen Musik
Elektroakustische Musik ist über vierzig Jahre alt. Was 1948 in Paris als übermütiges Experimentieren und etwa zwei Jahre später in Köln als ehrgeiziges Besitzergreifen der innersten Struktur des musikalischen Materials begann, ist heute eine vielfältige, reife, lebendige Richtung kompositorischen Schaffens. Welches sind die ästhetischen und musikalischen Gründe, die einen Komponisten dazu veranlassen, mit den eher umständlichen Mitteln der Elektronik zu arbeiten? Zunächst ist es sicher die Erweiterung des klingenden Materials, die einen Komponisten am Medium reizt. Das Finden und Erfinden des buchstäblich Unerhörten stand für die elektroakustische Kunstmusik von Anfang an im
Vordergrund. Der Club d'essai von Pierre Schaeffer, 1948 in Paris gegründet, war vor allem an der Transformation bestehender Klänge durch Techniken wie Transposition, Filtrierung, Montage, etc. interessiert. Obwohl es Schaeffer in seiner Musik wichtig war, die natürliche Komplexität der zugrundeliegenden akustischen Klänge beizubehalten, ging es ihm immer darum, aus diesem 'konkreten' Material neue Klänge zu produzieren. Auch in Köln, wo seit 1951 im Studio des damaligen Nordwestdeutschen Rundfunks unter der Leitung von Herbert Eimert 'elektronische Musik' produziert wurde, war es Ziel der Arbeit, durch die Anhäufung vieler einzelner Komponenten komplexe neue Klänge zu erhalten, deren innerste Struktur zum Gegenstand der kompositorischen Arbeit wurde. Durch die musique concrète erfuhr das Musikschaffen der Nachkriegsjahre eine enorme sinnliche Erweiterung; durch sie lernte man auch anders hören. Durch die 'elektronische Musik' des Kölner Studios lernten Komponisten, das klingende Material in ähnlich abstrakter Weise zu ordnen, wie sie Tonhöhe, Zeitablauf und Dynamik in einer Musik ordneten, die von akustischen Instrumenten oder von der Singstimme ausgeführt wird.
Bei der Midi-Komposition werden hauptsächlich Midi-Keyboards verwendet. Die meisten Sequenzer-Programme unterstützen zwar die händische Eingabe von Noten, doch sollte man nicht auf ein Keyboard verzichten, wenn man vernünftige Ergebnisse erzielen will.
Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen zwei Arten von Midi-Keyboards:
zum einen gibt es die professionellen Ansprüchen angepassten Synthesizer, die man sowohl mit als auch ohne Computer benutzen kann, da sie mit Lautsprechern und integrierter Instrumentenbank ausgestattet sind. Ausserdem lassen sich Kompositionen über ein integriertes Laufwerk auf Diskette speichern und in beliebige Sequenzer-Programme übertragen.
Die andere Form sind die wesentlich billigeren normalen Midi-Keyboards für den reinen PC-Gebrauch. Sie werden an den Midi-Input der Soundkarte angeschlossen und benutzen auch deren Synthesizer für die Synthetisierung der Instrumente.
2) Sampler
Elektronische Instrumente, die Klänge oder Geräusche digital abspeichern und über die gesamte Klaviatur (also in verschiedene Höhen, ohne Veränderung der Abspielgeschwindigkeit) wieder abspielen können. Veränderungen und Verfremdungen aller Arten sind dabei möglich.
4) Expander / Sound Module
Expander sind Geräte, die selbst keine Tastatur haben, aber im ROM (also im Festspeicher) Klänge beheimaten, die man über MIDI abrufen kann. In der Praxis sieht das so aus, daß die Geräte allein noch keinerlei Töne von sich geben. Schließt man über MIDI ein (Master-) Keyboard an, so kann man damit die Klänge des Expanders spielen. Das gleiche geht mit einem Sequenzer über die MIDI-Schnittstelle des Computers (der Soundkarte). Je nach Ausstattung und Preis haben die Geräte mehr oder weniger gute Klänge. Ein Nachteil ist, daß man mit diesen Klängen ein Leben lang zufrieden sein muß. Sie lassen sich meist (bis auf Erweiterungskarten) nicht, oder nur subtil verändern. Dafür bekommt man alles schön vorgesetzt, es klappt alles auf Anhieb, wenn man die Sachen richtig verkabelt.
5) andere Instrumente
Ausser dem Midi-Keyboard gibt es auch noch andere, allerdings weniger verbreitete Instrumente für die Midi-Bearbeitung.
Eine Midi-Gitarre wandelt wie das Keyboard die gespielten Noten in Midi-Impulse um, das Midi-Schlagzeug macht das gleiche für die Schlagzeugspur eines Midi-Files.
Obwohl sich diese Arbeit auf den PC als Kompositionsmittel konzentriert, gibt es vorab eine kleine Hardwareübersicht über andere Computersysteme die auch im Musikbereich verwendet werden/wurden:
1) Atari
War Ende der 80er und Beginn der 90er das Nonplusultra für Hobbymusiker vor allem im Techno- bzw. Dancebereich.
Allerdings ist der Atari inzwischen hardwaretechnisch längst überholt und wird deswegen auch seit einiger Zeit nicht mehr produziert.
2)Amiga
Wird ebenfalls nicht mehr hergestellt. Der Amiga war bis Mitte der 90er Jahre der stärkste Konkurrent des PCs, vor allem weil er viel billiger und dadurch für mehr Leute erschwinglich war. Das Image des Amiga war das eines reinen Spielesystem, doch man darf nicht vergessen, das er durchaus auch musikalische Fähigkeiten aufwies. Zwar hatte er weder ein Midi-Interface noch besonderen digitalen Klang, doch ein Format, das man heute auch auf dem PC kennt, stammt ursprünglich vom Amiga: die Modul-Tracker.
3) Apple
Bestes Computersystem im PC-Bereich mit grafischer Oberfläche. Midi- Interface ist nicht eingebaut. Wird hauptsächlich von Musikern und Studios in USA eingesetzt, ist aber nicht DOS-kompatibel. Inzwischen sind APPLE-Rechner preiswert geworden und somit die stärkste Konkurrenz für DOS-Rechner.
1.Soundblaster AWE 64 Gold
Ich habe für die Erklärung der Erschaffung computergenerierter Musik diese Soundkarte ausgewählt, weil sie derzeit vom Preis/Leistungsverhältnis die beste erhältliche ist. Vor allem für Musiker, aber auch für normale Anwender ist die Soundblaster AWE64 Gold die beste Wahl, wenn man Sound von bester Qualität geniessen möchte. Die Vorteile dieser Karte werden in diesem Kapitel erläutert.
Die AWE64 Gold-Karte unterstützt die folgenden Funktionen: Integrierte, 64stimmige Musiksynthese, mit Waveguides physikalisch modellierte Stimmen, Synthesetechnologie von Emu, SoundFont-Unterstützung (4MB Speicher) und Sound Blaster-Kompatibilität.
Die Soundblaster AWE 64 ist neben der brandneuen Sounblaster Live die aktuelle Soundkarte von Creative Technology. Die Karte unterstützt weiterhin den von Creative eingeführten Sound Blaster Standart.
Der größte Unterschied zur Vorgängergeneration AWE 32 drückt sich bereits im Namen aus: die AWE 64 unterstützt 64 Musikstimmen, weil 32 Stimmen für die Musikwiedergabe einfach nicht ausreichen!
64 Stimmen, das bedeutet, daß die AWE 64 in der Lage ist, 64 Wave-Samples gleichzeitig abzuspielen.
Mit den SoundFont-Fähigkeiten der
AWE-Familie kann der Wavetable-Synthesizer jeden beliebigen Klang produzieren.
Er ist dabei kein
esfalls auf
die General MIDI-Instrumentenliste beschränkt. Dadurch hat man als Komponist
z.B. die Möglichkeit, einem Orchester zusätzliche Instrumente hinzuzufügen.
Darüber hinaus kreiert der Wavetable-Synthesizer bei der Schaffung des Klangteppichs
einer virtuellen Umgebung (z. B. bei einem Computerspiel) mit Hilfe der SoundFont-Technologie
zusätzliche Klangeffekte.
Die AWE64 benutzt eine neuartige Technik, um die 64 Stimmen zu produzieren: 32 Stimmen werden von einem hardwarebasiertem Wavetable-Synthesizer erzeugt, die restlichen 32 von einem Software-Synthesizer. Die Software-Synthese ist leider sehr rechenaufwendig und muß sich mit anderen Anwendungen um CPU-Leistung streiten, doch auf einem Pentium-System gibt es damit keine Probleme.Die Software-Synthese hat den großen Vorteil, daß sie flexibler als jedes hardwarebasierte System ist.
Im Gegensatz zu Hardware ist Software variabel, und kann nachträglich ohne Schwierigkeiten verändert werden.
Das bedeutet, daß die vom Synthesizer verwendeten Methoden genau an die jeweilige Situation angepaßt werden können, statt die Synthese einer jeden Note einem "Einheits"-Algorithmus zu überlassen. Während all die verschiedenen Methoden der Musik- und Klangsynthese von dieser Flexibilität bis zu einem gewissen Grad profitieren, liegt der größte Nutzen im relativ neuen Bereich der Klangsynthese, die als "physikalische Modellierung" bezeichnet wird.
AWE32 - AWE64: Ein Vergleich
| Awe32
Advanced Wave-Effects music-Sythesiser 32-Stimmen Polyphonie 1 MB ROM General-Midi-Samples 512 KB eingebautes DRAM |
Awe64
Advanced Wave-Effects music-Sythesiser 64-Stimmen Polyphonie 1MB ROM für Midi-Samples, aufrüstbar auf maximal 12 MB, 4 MB eingebautes RAM, aufrüstbar auf max. 28 MB, 3D-Sound (Creative 3D Stereo Enhancement Technology) |
| Kompatibilität
Adlib, Creative Soundblaster Pro, Soundblaster 16, unterstützt Plug-and-Play/Windows'95 |
Kompatibilität
Sound Blaster, SB16 und SBAWE32 Standards, MPC level 2, General MIDI, MT-32 und GS kompatibel, unterstützt Plug-and-Play/Windows'95 |
| Anschlüsse
Line-Eingang, Line-Ausgang, Kopfhörer-Ausgang, MIDI/Joystick-Schnittstelle, CD-Audio-Anschlüsse. |
Anschlüsse
Line-Eingang, Line-Ausgang, vergoldeter RCA-Ausgang, MIDI/Joystick-Schnittstelle, CD-Audio-Anschlüsse, SP/DIF-Ausgang (siehe Kapitel 1a) |
1a) der digitale SP/DIF-Ausgang
Sony/Philips Digital Interface.
Dient zur Ausgabe von klaren und unverzerrten 20-Bit-Signalen. Über die SP/DIF-Schnittstelle kann man ein SP/DIF-kompatibles Gerät anschließen, z. B. einen DAT-Rekorder für die hochwertige Wiedergabe, Aufnahme und Produktion.
1.1 Physikalische Modellierung (die "Hardware-Instrumente")
Die Midi-Instrumente verdanken ihren sehr naturgetreuen Klang einer aufwendigen und rechenintensiven Technologie.
Die akustische physikalische Modellierung wurde ursprünglich zur Untersuchung und Simulierung des Verhaltens von Musikinstrumenten verwendet. Es wird ein mathematisches Modell des zu simulierenden Instruments erstellt, bei dem alle essentiellen Teile des Instruments durch eine Reihe von mathematischen Gleichungen repräsentiert werden. Je genauer die physikalischen Eigenschaften des Instruments anhand der Gleichungen abgebildet werden können, desto naturgetreuer die Simulation.
Ein hundertprozentig exaktes Modell erfordert allerdings Rechenleistungen, die derzeit noch nicht von PCs erbracht werden können. Aus diesem Grund wurden auf der AWE64 zwei Methoden implementiert, mit denen der Schwierigkeitsgrad der Berechnungen an die Rechenleistung eines PCs angepaßt wurde. Die erste besteht in der Beschränkung auf die physikalischen Eigenschaften der Instrumente, die für ihren charakteristischen Klang wesentlich sind. Diese Auswahl beruht auf Experimenten und auf jahrelanger Forschung im Bereich der physikalischen Modellierung.
1.2 Waveguide (die "Software-Instrumente")
Die zweite Methode besteht in der Modellierung der akustischen Elemente des Instruments mit Hilfe sogenannter Wellenleiter (Waveguides). Ein Wellenleiter besteht aus einem Paar von berechneten Konstrukten, die als "Verzögerungsstrecken" bezeichnet werden. Jede dieser Verzögerungsstrecken repräsentiert eine Schallwelle, die sich in eine bestimmte Richtung bewegt. Die Verzögerungsstrecken tragen den simulierten Klang in verschiedene Richtungen innerhalb des akustischen Elements. Die gesamte Schallwelle wird dann mit Hilfe der Summe der Signale zwischen diesen beiden Verzögerungsstrecken modelliert. Da es sich bei den Verzögerungsstrecken um genaue und einfache Analogien der Vorgänge bei der Fortpflanzung des Klangs innerhalb des akustischen Elements handelt, und aufgrund der Tatsache, daß mit Hilfe relativ einfacher mathematischer Berechnungen verschiedene Elemente durch ihre sich entsprechenden Verzögerungsstrecken miteinander verbunden werden können, stellt die Waveguide-Methode ein bemerkenswert einfaches und gleichzeitig effektives physikalisches Modell dar.
Mit diesem physikalischen Modell nachgebildete Instrumente haben im Vergleich zu den durch Wavetable-Synthese wiedergegebenen Instrumenten sowohl Vor- als auch Nachteile. Aufgrund der Vereinfachungen des Modells, die notwendig sind, um diese Akustikmodelle in Echtzeit zu berechnen, ist die Wiedergabegenauigkeit der physikalisch modellierten Instrumente nicht so hoch wie bei der Wavetable-Technologie. Eine 16-Bit-Wiedergabe einer einzelnen Klaviernote klingt annähernd so wie der richtige Ton, aber ein physikalisches Modell eines kompletten Klaviers würde die Nachbildung solch komplexer Elemente wie des Schalldeckels oder der Interaktion jeder einzelnen Seite mit allen anderen nötig machen, um die gleiche Genauigkeit zu erzielen. Die Wiedergabe einer Geige durch Wavetable-Synthese ist so originalgetreu, daß man fragen könnte: "War das eine Stradivari?". Beim Abspielen einer mit Hilfe der physikalischen Modellierung simulierten Geige ist die Frage wahrscheinlicher, ob es sich um eine Geige oder um ein anderes Instrument handelt.
Auf der anderen Seite reproduzieren physikalische Modelle die allgemeine Dynamik (die Samples klingen im Gegensatz zu echten Insrtumenten gleichmässig laut, siehe auch Kapitel 2.1) eines Musikinstruments viel besser als Wavetable-Samples. So wird beispielsweise für ein Wavetable-Saxophon jede Note von einem professionellen Saxophonisten eingespielt und aufgezeichnet. Was den eigentlichen Reiz des Saxophonspiels ausmacht - die individuelle Artikulation der einzelnen Noten, die Übergänge etc. - kann mit Hilfe eines Wavetable-Synthesizers kaum wiedergegeben werden. Ein einigermaßen gelungenes physikalische Modell hingegen kann durch bestimmte Eingabeparameter beeinflußt werden, um so die verschiedenen Nuancen des Saxophonspiels zu simulieren. So erscheint eine einzelne Note möglicherweise nicht so naturgetreu wie bei einem Wavetable-Sample, wohingegen das gesamte Klangbild sehr viel überzeugender wirken kann.
Die AWE64-Produktfamilie ermöglicht 64stimmige Klangkreationen am PC und bietet hervorragende Leistungen in Bezug auf Musiksynthese und Audioproduktion. Die fruchtbare Kombination von physikalischer Modellierung und modernster Wavetable-Synthese sorgt für einen atemberaubenden Realismus bei der Musikwiedergabe. Die AWE64 GOLD verfügt neben den serienmäßigen AWE64-Funktionen über zusätzlichen SoundFont-Speicher und modernste analoge Elektronik und digitale Mischfunktionen mit 20-Bit-SP/DIF-Audioausgabe.
2. Midi-Grundlagen
Das MIDI-Protokoll wurde 1983 von der International MIDI Assosiation (IMA) entwickelt, um Musikern die Möglichkeit zu geben, ihre Instrumente (Keyboards oder Synthesizer) miteinander kommunizieren zu lassen. (Man kann sich dies wie eine Kommunikation zwischen zwei PCs via Modem vorstellen) Jetzt liegt natürlich die Frage nahe, wie dieses ursprünglich für Musiker entwickelte Protokoll "auf den PC gekommen ist". Nun, da Computer und MIDI-Protokoll die selbe Sprache sprechen (Bits und Bytes...), lag es nahe, den Computer mit einzubinden, denn es stellte sich schnell heraus, daß der Computer ideal für die
Musikbearbeitung ist. Aber da die Datentransferrate des MIDI-Protokolls (31,5 Kb/s) von der Datentransferrate jeglicher Computerplattformen abweicht, mußte ein neues Interface erschaffen werden. Apple mit dem Macintosh und Apple II Series waren die ersten, die MIDI Interfaces für ihre Computer anboten. Später folgte Commodore. Atari mit dem ST integrierte das Interface sogar serienmäßig in seine Computer, und war damit lange Zeit die erste Referenz unter den Profimusikern.
MIDI steht für "Musical Instruments Digital Interface" und stellt eine Computersprache unter digitalen Musikinstrumenten dar, die unter anderem eine gegenseitige Steuerung und Kommunikation zwischen miteinander verbundenen MIDI-Equipment erlaubt.
Daraus ergibt sich auch der Unterschied von MIDI-Dateien zu WAV-Datei en: Eine MIDI-Datei enthält nur Steuerbefehle, welche Note wann und wie gespielt werden soll und andere Anweisungen, während WAV-Dateien digitale Abbilder "echter" Audiosignale sind. MIDI-Dateien sind deshalb auch wesentlich kleiner als WAV-Dateien.
Auf den MIDI-Standard hat man sich Mitte der 80er Jahre geeinigt mit dem Ziel, eine einheitliche Musikschnittstelle zwischen elektronischen Musikinstrumenten zu
schaffen. Das dient dazu, eine 100%ige Kompatibilität zwischen den Instrumenten zu gewährleisten. Das heißt nichts anderes, als daß das Piano bei Synthesizer A auf dem gleichen Kanal liegt, wie bei Synthesizer B. Das hat zur Folge, daß sich alle Midi-Songs auf allen Midigeräten nicht gerade gleich, aber zumindest sehr ähnlich anhören.
Man hatte mit der Einführung des MIDI-Standards einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt einigte man sich noch auf eine genormte "Soundtabelle", den sog. General- MIDI-Standard. Dieser besagt, daß z.B. die Drums immer auf Kanal 10 und das akustische Klavier auf Kanal 1, Bank A0 liegt. Diese Bezeichnungen sind von Hersteller zu Hersteller verschieden, sagen aber alle das gleiche aus. Mit dieser Norm arbeitet nun MIDI.
Der MIDI-Standart beinhaltet unter anderem:
Instrumente auf MIDI-Kanälen 1-9 und 11-16
1 Schlagzeugset auf MIDI-Kanal 10 mit 49 Klängen
Festgelegte Zuordnungen von Schlagzeugklängen zu Tasten (Notennummern)
24 Stimmen
Anders als bei einem Audiokabel werden bei MIDI nicht die elektrischen Schwingungen der Töne übertragen sondern nur die Steuerinformationen.
Der Befehl NoteOn schaltet eine bestimmte Note ein. Der Befehl NoteOff schaltet den Ton dann wieder aus. Diese Befehle werden digital übertragen. D.h. es dürfen keine Audioein- oder ausgänge an MIDI-Buchsen angeschlossen werden.
Ein Midi-Kabel hat folgende drei Ein- bzw. Ausgänge, um Midi-Instrumente mit einer Soundkarte zu verbinden:
1.MIDI-In: Hier kommen die MIDI-Daten herein, die vom jeweiligen Gerät (z.B. Midi-Keyboard) ausgehen.
2.MIDI-Out: Hier werden die z.B. durch die Tastatur des Gerätes erzeugten Daten in die Soundkarte ausgegeben.
3.MIDI-Thru: Die Daten die an MIDI-In ankommen werden an MIDI-Thru wieder unverändert ausgegeben. Dadurch lassen sich mehrere Geräte nacheinanderschalten.
MIDI-Out der Soundkarte muß an MIDI-In des Keyboards und MIDI-In der Soundkarte an MIDI-Out des Keyboards. Ein weiteres Keyboard kann dann mit seinem MIDI-In am MIDI-Thru des 1. Keyboards angeschlossen werden. Leider führt diese kostensparende Verkabelung schon nach wenigen Geräten zu hörbaren Verzögerungen in Timing. D.h. es kommen nicht mehr alle Befehle bei alle Geräten rechtzeitig an und manche Noten werden dann zu spät gestartet. Theoretisch läßt sich das durch zeitliches Vorziehen einiger Instrumente im Sequenzerprogramm bereinigen. Besser ist aber die Sternverkabelung.
Bei größeren MIDI Aufbauten (mehr als 3-4 Geräten) sollte ein spezielles MIDI-Interface an den Computer angeschlossen werden. Diese bieten meist mehrere Ein- und Ausgänge (bis zu jeweils 8 pro Interface). Zumeist wird aber nur 1 MIDI-In benötigt. Dann können 2-3 Geräte pro MIDI-Out angeschlossen werden. Diesen weist man dann noch jeweils andere MIDI-Kanäle zu.
Vier verschiedene Datenarten werden mittels MIDI übertragen.
1.Notendaten: Alles war zur Klangerzeugung dient. Zum Beispiel die Daten, die das Midi-Keyboard an die Soundkarte gibt.
2.Real-Time-Daten: Diese ermöglichen die Synchronisation des MIDI-Systems. MTC - MIDI-Time-Code.
3.System-Reset: Versetzt das gesamte MIDI-Systems in den Einschaltzustand.
4.System-Exclusiv-Daten: Hersteller spezifische Daten zur Veränderung der eingebauten Klänge, oder zur Speicherung von Samples usw.
MIDI kann pro MIDI-Out 16 Kanäle ansprechen. Grundsätzlich sollte jedes Instrument seinen eigenen MIDI-Kanal haben.
Z.B. das Piano auf Kanal 2. Streicher auf Kanal 3, ...
Moderne Synthesizer oder Expander können aber mehrere Instrumente auf mehreren MIDI-Kanälen gleichzeitig abspielen. Diese werden dann als Multi-Mode fähig bezeichnet. Frühere Geräte arbeiteten dagegen nur im Mono-Mode, sie konnten als nur einen Instrumentenklang zur Zeit wiedergeben.
Schlagzeug wird üblicherweise immer auf Kanal 10 gespielt.
Wie wird ein MIDI-Ton erzeugt?
Eigentlich muß es heißen: Wie wird
ein Ton befohlen? Da der Ton selbst ja im Synthesizer erzeugt wird.
MIDI gibt lediglich den Befehl dazu. Ein typischer MIDI-Befehl beinhaltet die
folgenden Werte:
NoteOn
Die Zahl 128 bedeutet als MIDI-Befehl: erzeuge auf Kanal 0 eine Note. 129 bedeutet dann: erzeuge auf Kanal 1 eine Note, usw. 143 ist dann NoteOn für Kanal 16.
Intern beginnen Computer immer mit 0 zu zählen. Der MIDI-Kanal 1 ist also eigentlich im Programm Kanal 0.
Nach dem Befehl 128 wird noch keine hörbare Note erzeugt. Dazu muß jetzt der nächste Befehl kommen.
Tonhöhe
Die nächste Zahl die übermittelt wird, muß im Bereich 0-127 sein. Das ist die MIDI-Tonhöhe. 60 entspricht C5 dem c'. Aber damit endlich ein Ton erklingt muß immer noch ein Befehl kommen.
Lautstärke
Beim Betätigen einer Taste auf der Klaviatur wird die Geschwindikeit des Tastendruckes gemessen. Es wird also die Velocity (Geschwindigkeit) zur Lautstärkesteuerung verwendet. Dieser Velocitywert muß wieder immer Bereich 0 (aus) - 127 (volle Lautstärke) sein.
Nach NoteOn, Tonhöhe und Velocity wird nun endlich ein Ton erzeugt. Nur klingt dieser jetzt solange bis er explizit wieder ausgeschaltet wird.
NoteOff
Die Zahl 144 schaltet einen Ton auf Kanal 0 aus. 159 gilt entsprechend für Kanal 16. Dann muß wieder dir Tonhöhe und die Velocity folgen.
Es ist nämlich vorgesehen, daß die Geschwindigkeit beim Loslassen einer Taste ebenfalls gemessen wird und dann den Ausklang eines Tones beeinflußt.
In der Praxis wird dies von vielen Geräten jedoch ignoriert
Controler
Über 176 wird ein Controler auf Kanal 0 angesteuert. Controler können Panorama (Controler 10) , Lautstärke (Controler 7), Effektanteil, Bänke, usw. sein.
Programm
192 schaltet auf Kanal 0 einen anderen Klang ein. Die Klangnummer folgt im 2.Befehl und geht von 0-127. Sind mehr Klänge im Instrument vorhanden lassen sich diese durch Banknummern umschalten. Hierzu werden meistens Controller verwendet. Dieses Beispiel zeigt wie beim Roland-SoundCanvas der Vibraphone-Klang (Sound 12) auf der Bank 8 ausgewählt wird. Siehe auch GM.
After Touch
208 - After Touch überträgt Änderungen des Tastendruckes während eine Taste gehalten wird.
Pitch Wheel
224 - Pitch Wheel. Die Änderungen der Tonhöhe mittels des Pitch Wheels oder Joysticks werden hier übermittelt.
Ein Sequencer ist im Grunde nichts anderes als ein Mehrspur-Tonbandgerät im Computer - natürlich mit einigen wichtigen Unterschieden. Auf einem herkömmlichen, analogen Mehrspurgerät wird jedes Musikinstrument auf seiner eigenen Spur aufgenommen. Um einen ganzen Song aufzunehmen, muß jedes Instrument immer vom Beginn bis zum Ende seines Parts durchgängig aufgenommen werden - kommt die gleiche Melodie später wieder vor, muß sie jedesmal wieder aufgenommen werden. Und wenn Sie den Ablauf des Songs später ändern wollen, müssen Sie die ganze Auf- nahme noch mal machen.
Ein MIDI-Sequencer wie MAGIX midi studio hat zum einen sehr viel mehr Spuren als irgendein analoges Mehrspurgerät. Und statt Sie zu einer linearen Arbeitsweise (immer in einem Durchgang vom Anfang bis zum Ende) zu zwingen, nutzt MAGIX midi studio Patterns als handliche Song-Bausteine. Sie enthalten die aufgenommenen musikalischen Phrasen, die Sie dann in Ihren Song einfügen können, wo und wann immer Sie wollen. Dadurch kann man viel flexibler arbeiten als mit einem Mehrspurgerät.
Ein anderer wichtiger Unterschied liegt in der Art, wie die Musik aufgezeichnet wird. Mehrspurgeräte nehmen direkt das Audiosignal auf, MIDI- Sequencer zeichnen MIDI-Daten auf, die im Grunde lediglich eine Abfolge von Zahlen sind. Jedes MIDI-Event (also zum Beispiel eine Note) besteht aus einer bestimmten Menge von Zahlen, die in einem Computer natürlich ganz einfach geändert werden können.
So kann man beispielsweise die Lautstärke einer einzelnen Note verändern, mit Pitch-Bend-Events die Tonhöhe verbiegen oder einen anderen Klang einstellen. Man kann auch das Tempo des Songs nachträglich ändern, ohne dabei die Tonhöhe der Musik mitzuverändern - oder umgekehrt: Sie ändern die Tonhöhe, bleiben aber im gleichen Tempo. Dies sind alles nachträgliche Eingriffe, die bei einem analogen Mehrspurgerät unmöglich sind. Kurz gesagt, mit einem Sequencer hat man enorme Kontrollmöglichkeiten über jeden Aspekt der Musik.
Es gibt jedoch einen wichtigen Punkt zu bedenken: Ein MIDI-Sequencer zeichnet lediglich die Daten einer MIDI-Einspielung auf, also welche Tasten eines Keyboards wann, wie stark und wie lange gedrückt wurden, oder wann und wie stark das Pitch-Bend-Rad bewegt wurde und ähnliches. Ein MIDI-Sequencer zeichnet keine Klänge auf! Statt dessen werden mit Bank- und Programmwechsel-Befehlen (Bank-Change- und Program-Change- Events) die Klänge des angeschlossenen MIDI-Instruments ausgewählt, mit denen die in den MIDI-Daten enthaltenen Noten- und Steuerinformationen wiedergeben werden sollen.
Das hat jedoch den Vorteil, daß man dadurch den Klang eines Parts Ihrer Musik nachträglich und nach Belieben wechseln kann - zum Beispiel die mit einer Flöte eingespielte Melodie später von einer Posaune oder von einem Dudelsack spielen lassen.
Vor- und Nachteile gegenüber anderen Formaten
Vorteile des MIDI Formats sind vor allem die Dateigrößen: Ein MIDI Song, 2,5 min. lang, belegt ca. 35KB auf der Festplatte, während ein gleichlanger Song im WAV, AU oder AIFF Format ca. 35MB belegt. Daher ist es ohne weiteres möglich, eine Sammlung von 1000 und mehr MIDI Stücken auf der Festplatte liegen zu haben. Sie belegen nur ca. 35MB
zusammen (!). Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Noten einzeln zu bearbeiten. Dies spart eine Menge Zeit und Nerven, da ein Stück ruhig mit Fehlern eingespielt werden kann. Die Fehler können im Nachhinein bequem beseitigt werden.
Nachteile des MIDI Formates sind vor allem die Abhängigkeit der Wiedergabequalität von dem Klangerzeuger (Soundkarte etc.), die teilweise mangelnde Qualität der Instrumente (E-Gitarre und Saxophon hören sich meist nicht realistisch an) sowie der fehlende "Groove" und die realistische Dynamik der Musik (Ein Ton variiert nicht in der Tonhöhe, er bleibt im Gegensatz zu Tönen echter Instrumente immer gleich laut, auch die Klangfarbe ändert sich nicht).
3.Digital-Audio-Grundlagen
Die digitale Audioaufnahme wandelt analoge Audiosignale - Klänge, Musik, Gesang, Sprache - in digitale Daten um, die in einem Computer gespeichert und bearbeitet werden können. Das Gerät, mit dem die Audiosignale digitalisiert werden, ist in den meisten Soundkarten eingebaut und wird - äußerst naheliegend - als Analog-Digital-Wandler bezeichnet, oft abgekürzt mit A-to-D, ATD oder auch nur A/D.
Um die digitalen Daten wieder in analoge Klänge zurückzuwandeln, gibt es auf der Soundkarte einen Digital-Analog- oder D/A-Wandler, der über ein Kabel mit einer Verstärkeranlage oder mit Aktivboxen verbunden ist.
Um Klänge aufzunehmen, nimmt der A/D-Wandler in bestimmten Abständen eine Probe - auf englisch Sample - des zu digitalisierenden Klangs, indem er die Spannungsstärke des Signals mißt. Die Häufigkeit der Probennahme wird Sample Rate genannt und bewegt sich sinnvollerweise in kHz-Bereichen, also mehrere Tausend Male pro Sekunde. Je höher die Sample Rate ist, um so mehr Samples nimmt der A/D-Wandler auf und um so naturgetreuer ist die digitale Umsetzung des Klangs.
Die Genauigkeit , mit der der A/D-Wandler die Spannungsstärke des ana- logen Signals mißt, wird mit der Sample-Auflösung bestimmt. Auch hier gilt: Je feiner die Auflösung, desto besser und naturgetreuer die digitale Umsetzung. Momentan sind zwei Sample-Auflösungen im allgemeinen Gebrauch: 8 Bit und 16 Bit. Die meisten modernen Soundkarten unterstützen beide Auflösungen. Einige der neuesten Soundkarten bieten sogar noch höhere Auflösungen an (18 bis 20 Bit) - dadurch wird eine noch bessere digitale Klangreproduktion gewährleistet.
Audioaufnahmen in CD-Qualität sind mit einer Sample Rate von 44,1 kHz und einer Auflösung von 16 Bit aufgezeichnet worden. Viele Multimedia- Programme und Spiele nutzen niedrigere Sample Rates wie beispielsweise 22,05 kHz oder sogar 11,025 kHz, oft sogar noch mit einer Auflösung von nur 8 Bit.
3.2 Harry Nyquist und sein Theorem
1928 brachte der Mathematiker Harry Nyquist ein Werk mit dem Namen "On Certain Topics in telegraph Transmission theory" heraus, in dem er eine Beziehung zwischen der Frequenz und der Sample Rate aufzeigte. Technisches Ziel Nyquists war dabei ein Effizienzvergleich verschiedener Telegrafier- und Codesysteme.
Harry Nyquist hat eine Theorie entwickelt, die besagt, wenn man einen Klang möglichst naturgetreu sampeln will, muß man ihn mit einer Sample Rate aufnehmen, die doppelt so hoch ist wie die höchste Frequenz des Klangs.
Das menschliche Gehör kann (im Durchschnitt) Frequenzen bis zu 15 kHz wahrnehmen. Selbst die empfindlichsten Ohren - zum Beispiel die von Kleinkindern - kommen in ihrer Wahrnehmfähigkeit kaum über Frequenzen von 20 kHz hinaus. Deshalb empfindet man den Klang von CDs, die ja mit einer Sample Rate von 44,1 kHz aufgezeichnet wurden, als so kristallklar.
Eine Minute Digital-Audio in CD-Qualität braucht circa 10 MByte Speicherplatz. Diese Daten im RAM-Speicher zu behalten wäre recht unpraktisch. Darum werden die Daten direkt auf die Festplatte aufgezeichnet (Harddisk- Recording). Das bedeutet jedoch, wenn sie wiedergegeben werden sollen, müssen sie "on the fly" direkt von der Festplatte gelesen werden - deshalb benötigen Sie zur Wiedergabe von Digital-Audio-Daten eine möglichst schnelle Festplatte, denn ansonsten könnte die Wiedergabe ständig unterbrochen werden.
Harddisk-Recording besitzt einige Vorteile gegenüber der Aufnahme auf herkömmlichen Mehrspur-Tonbandgeräten. Beispielsweise hat man einen sehr schnellen Zugriff auf einzelne Teile der Aufnahme, da ein Vor- oder Zurückspulen nicht nötig ist. Zudem sind die aufgezeichneten Audiodateien nicht an eine bestimmte Stelle des Songs gebunden, jede Aufnahme kann frei verschoben und kopiert werden.
II.MIDI KOMPOSITION AM BEISPIEL DES PROGRAMMES "MAGIX MIDI STUDIO"
MAGIX midi studio ist ein komplexer MIDI-Sequencer mit einer integrierten Audiowiedergabe. Man kann damit synchron zu einem selbst aufgenommenen und arrangierten MIDI-Song digitalisierte Audioaufnahmen abspielen, wie beispielsweise Vocal- Samples, Drumloops oder Effektgeräusche.
Mit der Akkordspur von MAGIX midi studio kann man auf eine große Anzahl von automatischen Begleitungen in den verschiedensten Stilen zurückgreifen (siehe Akkord.mid).
Mit MAGIX midi studio stehen bis zu 128 (in der DeLuxe-Version sogar 256!) MIDI- Spuren und 8 (in der DeLuxe-Version 16) Audiospuren zur Verfügung. Eine solch große Anzahl brauchen selbst perfektionistisch veranlagte Sequencer-Anwender nur höchst selten, ausser, man will ein ganzes Orchester simulieren.
1. Funktions-Highlights des Midi-Studios
MAGIX midi studio ist eine professionelle Software mit vielen verschiedenen Bearbeitungsfunktionen und Kompositionshilfen. Durch das praxisorientierte Design und die intuitive Bedienoberfläche ist es sowohl für den Profi-Musiker wie für den Anfänger sehr leicht zu benutzen. Hier nur einige der vielen Features von MAGIX midi studio:
- Intuitiv bedienbares Trackfenster, in dem man ganz unkompliziert per drag-and-drop den Song arrangieren kann.
· AVI-Unterstützung: Es besteht die Möglichkeit, in AVI-Videodateien einen eigenen Soundtrack einzufügen.
· Normalisierungs-Funktion: Diese Funktion hebt die Lautstärke einer Audiodatei auf die Maximal-Lautstärke an, ohne Verzerrungen zu produzieren.
· Große Zeitanzeige: Mit einem kurzen Blick auf den Bildschirm weiß man immer, an welcher Stelle des Songs man sich gerade befindet, während man weitere Samples einfügt. Ein sehr nützliches Feature, wenn man MAGIX midi studio synchron zu anderen Geräten betreiben will, beispielsweise zu Videorecordern.
· Der integrierte virtuelle Mixer für MIDI und Audio ist mit Reglern und Schaltern für Lautstärke, Panorama, Edit, Mute, Solo und Record ausgestattet.
· VU-Meter für Audioaufnahmen: Ein sehr hilfreiches Feature zur korrekten Aussteuerung der Aufnahmen - digitale Übersteuerungen gehören nicht gerade zu den schönsten Klängen!
· Aufnahme während der Wiedergabe: MAGIX midi studio erlaubt das Abhören bereits existierender Audiospuren, während man gleichzeitig eine neue Audioaufnahme macht (um dieses Feature nutzen zu können, benötigt man eine vollduplexfähige Soundkarte).
· Import/Export von WAV-Dateien: Man kann beliebige Audiosamples (im .WAV-Format) in ein MIDI-Arrangement einfügen, das Sample auf verschiedene Weisen bearbeiten und dann für zukünftige Sessions auf der Festplatte speichern.

Das Magix Midi Studio
Hier kann man jeder Spur ein Instrument zuweisen. Mit einem Doppelklick auf das gewählte Instrument (z.B. Tenorsax) gelangt man in ein Auswahlmenu, in dem alle 127 Instrumente aufgelistet sind. Ein Klick auf das Button mit dem roten Lämpchen markiert die jeweilige Spur als Record-Spur. Alles, was nach Betätigung des Aufnahmeknopfes mit einem Midi-Keyboard gespielt wird, wird in dieser Spur gespeichert.
Spuren können mit Hilfe der Maus erzeugt und dann mit einem Doppelklick darauf editiert werden.
Falls man kein Midi - Keyboard besitzt, kann man im Piano Rolle Editor (siehe Bild) die Noten mit der Maus eingeben.
Sämtliche Aktionen wie Play, Stop, Fast Forward und Aufnahme gehen vom Schaltpult aus. Außerdem können hier wichtige Informationen wie Tempo, Zeit und Position des Abspielcursors abgelesen und das Metronom sowie die Loopfunktion (wiederholtes Abspielen) ein- und ausgeschaltet werden.
4) Die Drumeditor etc. Buttons
Über diese Buttons erreicht man den Drumeditor, den Eventeditor, den Notationsbildschirm und den Piano Rolle Editor.
Der Piano Rolle Editor. Der Bildschirm ist von oben nach unten wie eine Klaviatur Tonhöhegemäß eingeteilt. Die Länge der eingefügten Noten stellt die tatsächliche Abspiellänge dar.

Der Drumeditor. Die Tonhöhe kann nicht beeinflußt werden, jede Note steht für eine Komponente des Drumsets (z.B. Bass Drum, Note C1). Die Farbe stellt die Lautstärke dar.
Die Soundblaster AWE64 Gold enthält acht verschiedene Drumsets.
2.Die Praxis: Midi-Komposition selbst gemacht
Diese Beschreibung basiert auf dem Programm Magix Midi Studio 3.0.
Am Anfang jeder Komposition steht
die Grundidee.
Das kann etwa eine Melodie, ein Rythmus oder eine Akkordfolge sein. Solche Einfälle
können auch völlig spontan kommen, wenn man ein wenig auf dem Midi-Keyboard
herumprobiert.
2.1.die Komposition aus theoretischer Sicht
Ein wichtiger Faktor bei der Komposition ist die Dynamik. Sie macht ein Lied interessant und abwechslungsreich.
Das Wort "Dynamik" stammt aus dem Griechischen (dynamis=Kraft). In der Musik ist damit die Reihe und Abstufung der Stärkegrade gemeint: der Gegensatz von laut und leise (forte - piano), das Lauter- und Leiserwerden (crescendo - decrescendo). Dadurch kann der Ausdruckscharakter verändert werden, eine Komposition bekommt "Leben".
Ein gutes Beispiel für die Dynamik ist das Midi Dynamik.mid. Hier treffen die Gegensätze zwischen laut und leise, Harmonie und Disharmonie aufeinander.
Der Takt zeigt die Schläge pro Takt an. Am häufigsten tritt der sogenannte 4/4-Takt auf, ebenfalls sehr geläufig ist der ¾ Takt (beim Walzer).
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4/4 Takt, besteht aus vier Schlägen, wobei der erste und der dritte betont sind (44tel.mid).

¾ Takt, besteht aus drei Schlägen, Hauptbetonung liegt auf den letzten beiden Schlägen(34tel.mid).
Im Gegensatz zum Takt ist der Rhythmus die Art der Betonung der Schläge. Beim 4/4 Takt gibt es vier Schläge, der erste und der dritte sind normalerweise betont. Doch die Betonung kann variiert werden, das wichtigste sind die vier Schläge. Einige verschiedene Arten der Betonung beim 4/4 Takt zeigt die Datei 44tel.mid.
Ein Musikstück muß nicht unbedingt
besonders komplex aufgebaut sein, damit es als gelungen bezeichnet werden kann.
Es kann der Musik sogar sehr dienlich sein, wenn sie ein gewisses Muster verfolgt,
damit der Zuhörer den Faden nicht verliert.
Komplexe Musik wird von vielen Leuten als anstrengend empfunden, da sie große
Aufmerksamkeit erfordert.
Vor allem in der Unterhaltungsmusikbranche ist es üblich, nach einem gewissen Schema vorzugehen, das meistens aus wenigen, sich wiederholenden Teilen besteht (Strophe, Refrain usw.).
Ein Lied nach einem solchen Schema kann etwa so aufgebaut sein:
| INTRO | STROPHE 1 | REFRAIN | STROPHE 2 | REFRAIN | REFRAIN |
Dieser Liedaufbau ist in der Popmusik sehr gängig, für anspruchsvolle Musiker oder Klassikbegeisterte jedoch mehr als langweilig.
Die Midi-Datei Bsp1.mid verfolgt ebenfalls dieses Schema. Für Einsteiger in die Komposition ist Bsp1 leicht nachvollziehbar.
a) Intro:
Den Anfang des Liedes bildet das Klavierthema, das sich dann auch durch Strophe 1 und Strophe 2 nicht ändert. Nur im Refrain verändert sich die Harmoniefolge des Klaviers, doch dazu später.
Im fünften Takt setzt die Violine ein, die eine einfache Melodie zur Pianobegleitung spielt, und langsam zum eigentlichen Beginn des Stückes hinführt (Steigerung, Dynamik, siehe Kapitel 2.1).
Die Violinenmelodie ist der Klavierbegleitung sehr ähnlich. Das Midi-Studio machte es mir hierbei sehr einfach, da ich nur die Klavierspur kopieren und in die Violinspur einsetzen musste. Da die Violine sehr tief gestimmt ist, habe ich die Noten um eine Oktave nach oben transponiert. Die Melodiestimme (in diesem Fall die Violine) kann jedoch natürlich nicht ident mit der Begleitung (Klavier) sein, da diese aus Akkorden (hier: Abfolge von Dreiklängen) besteht. Daher habe ich die jeweils tiefsten Töne der Klavierakkorde in der Violinspur gelöscht, und die höchsten verändert, um einen leichten Kontrast zu erzeugen.
b)Strophe 1:
Mit dem sanften Schlagzeugeinsatz in Takt 9 wird die Steigerung noch erhöht, man ahnt schon den Übergang in einen vollständigen Schlagzeugrythmus. Mit dessen Einstieg im dreizehnten Takt und mit dem Einsatz der eigentlichen Melodiestimme (Vibraphon) beginnt die erste Strophe.
Die Takte davor haben zwar die gleiche Klavierbegleitung und den gleichen Rythmus, jedoch stellen sie nur das Intro, die Einführung in das Lied, dar.
Die Melodie, einfach und einprägsam, klingt vier Takte lang, bis im siebzehnten Takt das Vibraphon von der Gitarre als Melodiestimme abgelöst wird. Mit dem Instrumentenwechsel ändert sich auch die Melodie in drei aufgelöste Dreiklänge. Nach weiteren vier Takten leitet ein Break (Fachausdruck für Rythmusbruch) den Refrain ein.
c)Refrain:
Nun ändert sich zum ersten Mal die Harmoniefolge des Klaviers. Ich versuchte, einen eindeutigen Unterschied zur Strophe zu bilden, ohne den Refrain aus dem Zusammenhang zu reissen. Der Übergang von der Strophe zum Refrain muß möglichst nahtlos sein, das heisst, es sollten keine Änderungen in der ursprünglichen Tonlage (bei Bsp1: E-Moll) vorgenommen werden, und auch der Takt (hier: 4/4, siehe Kapitel 2.2) sollte gleich bleiben, da Intro und Strophe eigentlich nur auf den Refrain hinführen, ein thematischer Bruch würde den Sinn der vorhergehenden Teile in Frage stellen.
Das Schlagzeug verändert sich in der ersten Hälfte des Refrains am drastischsten. Alle vier Schläge des Taktes werden betont.
Als Melodiestimme habe ich die Ocarina, eine Art Flöte, gewählt. Nach vier Takten bricht der Refrain richtig aus, mit einem schleppenden Schlagzeugrythmus, Bass, Violine und der Ocarina - Melodiestimme, die nun von einer Music - Box (Midi-Instrument Nummer 10, ähnlich einem Glockenspiel) unterstützt wird. Der Refrain dauert drei Takte, dann wiederholt sich die Strophe, und schlußendlich beendet der Refrain das simpel aufgebaute Lied.
Schon etwas komplexer aufgebaut ist Bsp2.mid. Das Schema Intro-Strophe-Refrain-Strophe-Refrain läßt sich hier nicht erkennen. Vielmehr besteht das Lied aus vielen verschiedenen Teilen, es klingt aber trotzdem nicht zerrissen. Da die herkömmlichen Begriffe wie Strophe oder Refrain hier nicht gültig sind, versuchte ich, den verschiedenen Teilen des Liedes Bezeichnungen gemäß ihrer Funktion zu geben.
a)Intro
Den größten Wiedererkennungswert hat gleich das Intro, das sich auch am öftesten wiederholt und somit fast als Refrain bezeichnet werden kann. Das Klavier ist Begleitstimme und Melodiestimme in einem, das Schlagzeug spielt nicht stur immer den gleichen Rythmus, sondern unterbricht am Ende jedes Taktes mit einem Break.
Sechs Takte lang wiederholt sich dieser Teil, bis er plötzlich unterbrochen wird, und in einen Übergang (Bridge) mündet.
b)Übergang, Bridge
Der Baß spielt eine Melodie, das Schlagzeug gibt leicht den Takt vor, und nach acht Schlägen (zwei Takte) wird die Baßmelodie von einer Klaviervariation der Melodie unterstützt, das Schlagzeug hat seinen endgültigen Rythmus gefunden, der Mittelteil hat begonnen.
c)Mittelteil
Ab dem dreizehnten Takt setzt eine zusätzliche Melodiestimme ein: eine Orgel (Drawbar Organ). Das Klavier und der Baß haben die Tonhöhe um fünf Halbtöne nach oben verändert (von E nach H).
Im fünfzehnten Takt kehren die Instrumente zu ihrer ursprünglichen Tonhöhe zurück, die Melodie, die zuvor von der Orgel intoniert wurde, wird nun von der Gitarre übernommen (Nylon Acoustic Guitar), jedoch auf ein zweigestrichenes E transponiert. Ab dem übernächsten Takt wiederholt sich dieses Spielchen: Klavier und Baß sind wiederum auf H transponiert, die Orgel spielt eine neue Melodie, die im neunzehnten Takt von der Gitarre übernommen, jedoch auf dem hohen E gespielt wird. Das Schlagzeug ist sehr mitreißend gestaltet, um dem ganzen Part einen schwungvollen Charakter zu verleihen.
d)Break
Drastische Brüche im Liedablauf, sogenannte Breaks, können sehr dienlich für die Dynamik sein, solange man sie vernünftig einsetzt. Ein schlechtgesetztes Break kann das Lied völlig auseinanderreißen, der Hörer würde den Zusammenhang verlieren.
Das Break bei Bsp2.mid funktioniert gut, weil es zwar den Schlagzeugrythmus und die Begleitung minimiert, jedoch weder Tonlage noch Takt und Geschwindigkeit verändert. Es soll nur einen Kontrast zum vorigen, mitreißenden Teil bilden und die folgenden Parts einleiten.
Im Gegensatz zum plötzlichen Einsatz des Breaks wird jetzt die Instrumentierung wieder langsam aufgebaut. Sind am Anfang nur Schlagzeug und Baß zu hören, beide auf ein Minimum an Aufwand reduziert, kommen mit jedem Takt neue Instrumente dazu. Das Klavier, das die bekannte Melodie aus dem Intro spielt, eine Orgel mit einer dazu passenden, jedoch neuen Melodie und eine Gitarre, die die Baßmelodie des Intros übernimmt (eine Oktave nach oben transponiert).
Das Lied baut sich langsam wieder auf, doch kurz vor dem schon zu erahnenden Ausbruch folgt ein weiters unerwartetes Break, das in eine völlig neue Melodie führt.
e)Mittelteil 2
Auch hier wird wieder langsam eine Melodie- und Begleitungsstruktur aufgebaut, jedoch wird nicht bei Null begonnen. Es besteht bereits der fertige Schlagzeugrythmus, die Baß- und die Gitarrenbegleitung.
Alle zwei Takte kommt eine zusätzliche Melodiestimme hinzu, es bildet sich ein immer größerer Melodienkomplex.
f)letztes Break und Schluß
Das letzte Break ist gleichzeitig das extremste. Der schöne Komplex, der zuvor Aufgebaut wurde, wird auf einmal zerstört durch das Aussetzen von Schlagzeug, Baß, Gitarre und zweier Melodiestimmen.
Nur mehr die Klavierstimme, unterstützt von einer Flöte, spielt die Melodie.
Dann setzt sanft das Schlagzeug wieder ein und führt in den Schluß. Bsp2.mid klingt genauso aus, wie es begonnen hat: mit der Intromelodie, in diesem Falle also die Outromelodie.
Überhaupt kein erkennbares Kompositionsschema lässt sich bei Bsp3.mid erkennen. Dieses Lied gehört zur Gattung der durchkomponierten Musikstücke. Auf jeden Liedteil folgt ein völlig neuer, bisher nicht vorgekommener Part.
Bsp3.mid ist ein sehr gutes Beispiel für den Einsatz der Dynamik. Ein Wechselspiel von schnell und langsam, laut und leise, Harmonie und Disharmonie machen das Lied sehr spannend.
Aufgrund des Fehlens erkennbarer Liedstrukturen habe ich auf Überschriften, also auf Bezeichnungen der Komponenten verzichtet.
Den Auftakt bildet eine Klaviermelodie, die sich ohne jegliche Begleitung über 22 Take hinzieht.
Die Harmoniestimmung der eher leisen Melodie wird jäh durchbrochen von dem plötzlichen Einsatz von Baß und Schlagzeug. Der Baß übernimmt die Melodie, kommt aber ohne Begleitung aus, das einzige weitere Instrument ist das Schlagzeug, das einen komplexen Rhythmus spielt.
Die sparsame Instrumentierung und das relativ hohe Tempo (140 BpM) bilden den einen Gegenpol der Dynamik, der schon bald vom anderen Pol abgelöst wird: die Geschwindigkeit wird auf 70 BpM reduziert, der harte Slapbaß wird durch einen weichen, gezupften Baß (Fretless Bass) ausgetauscht, die Melodie ist im Gegensatz zur disharmonischen und hektischen Baßmelodie des schnellen Teils schön und harmonisch und das Schlagzeug spielt einfache und ruhige Rhythmen. Der leichten Instrumentierung stehen komplexe Arrangements gegenüber, es klingen gleich drei Melodiestimmen plus Baß- und Geigenbegleitung.
Nach dieser harmonischen Verschnaufpause erhöht sich das Tempo wieder auf 140 BpM. Zwei Takte Schlagzeug leiten den nächsten schnellen Teil ein, diesmal mit etwas mehr Instrumenten ausgestattet.
Der Baß ist wieder sehr hart (Slap Bass), er spielt jedoch jetzt nicht mehr die Melodie (die von einem Chor übernommen wird), sondern gemäß seiner Funktion die Baßbegleitung. Natürlich hat dieser Part außer dem Tempo nichts mehr mit dem ersten schnellen Teil zu tun, Wiederholungen habe ich wie gesagt bewußt vermieden.
Der Gegensatz zwischen diesem Abschnitt und dem darauf folgenden nächsten ruhigen Teil ist nicht mehr so groß wie zuvor. Die Begleitung des ruhigen Teils ähnelt der des schnellen sehr, die Harmonien wurden etwas abgewandelt und statt einem Chor ist jetzt ein Klavier das Instrument. Außerdem ist das Schlagzeug recht schnell, genauer gesagt gleich schnell wie im schnellen Teil, nur der Rhythmus variiert.
Die Melodie wird von der Nylon-Akustikgitarre gespielt und wie gehabt gibt es Geigen als Begleitung.
Der Schluß kommt plötzlich und unerwartet, ähnlich wie die restlichen Komponenten des Liedes.
Anders als in den anderen Beispielliedern ist bei Bsp3.mid in relativ kurzer Zeit (2:41) recht viel passiert. Dadurch, daß eine durchschaubare Struktur fehlt, bleibt es auch bis zum Schluß spannend, man kann nie wissen, was als nächstes kommt.
III.DIE VERWENDUNG DES COMPUTERS ALS AUFNAHMESTUDIO (HD-Recording)
Viele Musiker bemängeln den teilweise recht unrealistischen Klang von Midi-Instrumenten. Vergleicht man professionelle Musik, d.h. im Studio mit echten Instrumenten aufgenommene Musik, mit einem Midi-Stück, dann treten tatsächlich eindeutige Unterschiede in der Klanqualität hervor.
Um selbstproduzierte Musikstücke wenigstens annähernd an den perfekten Sound von professionellen Studios anzunähern, gibt es eine einfache Möglichkeit: Digital Audio Aufnahmen auf die Festplatte.
Logischerweise hat ein "echtes" Gitarrensample, mit einer Gitarre in den Computer aufgenommen, einen besseren Klang als ein synthetisch erzeugtes. Doch nicht nur Gitarren lassen sich an den Computer anstecken. Nahezu alle Instrumente können entweder durch einen internen Klinken- oder Chinchausgang oder einfach über ein Mikrophon am PC angeschlossen werden.
Ein anderer großer Vorteil des Harddisc-Recordings ist, daß die Musik nicht mehr analog auf ein Tonband, sondern digital auf die Festplatte aufgezeichnet wird. Dadurch wird sie beliebig veränderbar und kopierbar. Moderne Aufnahmeprogramme bieten eine Vielzahl von Editionsmöglichkeiten einer Aufnahme.
Um Harddisk-Recording optimal nutzen zu können, gibt es einige Vorraussetzungen:
Zuerst benötigt man natürlich eine Recording-Software, die mehrspuriges Bearbeiten von digitalen Samples (meistens Wave-Files) unterstützt. Das heißt, es müssen mehrere Samples gleichzeitig abgespielt werden können. Optimal ist eine Soundkarte mit Vollduplex-Fähigkeit (z.B. AWE 64), um während einer Aufnahme die restlichen Spuren hören zu können, was das richtige Einspielen des Tracks sehr erleichtert.
Und natürlich sollte man zumindest ein Instrument beherrschen. Am meisten Probleme bei der digitalen Aufnahme macht ein Schlagzeug, da es durch die vielen verschiedenen Komponenten mehr als ein Mikrophon benötigt, es jedoch bei einer Soundkarte nur einen Mikrophoneingang gibt.
Abhilfe schafft da ein externes Mischpult (mindestens 4 Spuren), das an den PC angeschlossen wird (Line-Eingang). Daran können nun 4 zusätzliche Mikrophone angesteckt werden, die in über das Mischpult in den Line-Eingang der Soundkarte gemischt werden.

Das am PC angeschlossene Mischpult leitet die Instrumente (hier: Keyboard, Mikrophon und Gitarre) in den Line-Eingang der Soundkarte. Achtung: Das Keyboard ist kein Midi-Keyboard. Die meisten Mischpulte haben keinen Midi-Eingang!
Der
Magix Music Maker 2000
1)Das Schaltpult: Die Kommandozentrale des Music Maker. Hier befinden sich Buttons zum starten und stoppen der Wiedergabe, Aufnahme, Geschwindigkeitsveränderung und Positionierung der Anfangs- und Endmarkierungen.
2)Das Kompositionsfeld: Alle Samples, die in einer Komposition verwendet werden, werden auf das Kompositionsfeld gezogen und können hier beliebig angeordnet, verändert und arrangiert werden.
3)Die Samplearchive: Hier werden alle vom Music Maker unterstützten Formate (Waves, Midi, Bitmap-Dateien und AVIs) angezeigt, die sich auf der Festplatte oder in einem Laufwerk befinden. Mit einem Mausklick auf eine Datei wird diese abgespielt, oder im Falle eines Bitmaps oder Videos angezeigt.
4)Die Effektpalette: Einem vorher markiertes Sample kann mit einem Mausklick auf das entsprechende Button ein oder mehrere Effekte zugeordnet werden.
Die verfügbaren Effekte von links nach rechts: Lautstärke x2, Lautstärke x4,
Lautstärke /2, Lautstärke /4, leichte, mittlere und starke Verzerrung, kurzes,
mittleres und langes Echo, kurzer, mittlerer und langer Hall, Tiefpass, Bandpass, Hochpass,
rückwärts abspielen, Surround, Normalisieren, Gater, Timestretching, Resampling, Pitchshift, Midi Transponieren und Midi-Tempoänderung .
3.1.Die Effektpalette des Magix Music Maker v2000
Die Vielfalt der möglichen Effekte zeigt die Datei Effekte.wav. Ein Wave-Sample wiederholt sich zehnmal, jedesmal mit einem anderen Effekt belegt. Hier kann man gut hören, wie sich ein Sample durch den jeweiligen Effekt verändert.
Der erste Klang ist das noch unveränderte Originalsample, als zweites wird es stark verzerrt abgespielt. Beim vierten Mal ist der Effekt ein langes Echo, beim fünften Mal im Vergleich dazu ein langer Hall. Die nächsten drei Effekte sind die drei Filtervarianten Tiefpass (Bassfilter, hebt die Tiefen des Klanges heraus), Bandpass (Mittenfilter) und Hochpass (Höhen- oder Treblefilter), darauf folgt das rückwärts abgespielte Sample und die von 90 BPM (Beats per Minute) durch Timestretching auf 60 BPM verlangsamte Version. Als letzte Veränderung des Originals wird das Sample noch um drei Halbtöne nach unten transponiert (Pitchshifting).
Bei Verzerrung, Hall und Echo gibt es jeweils drei Abstufungen (leicht, mittel und stark), wobei ich bei jedem dieser Effekte den extremsten wählte, um die Veränderungen gegenüber dem Originalsample am besten darzustellen. Außerdem besteht noch die Möglichkeit, die Lautstärke zu verändern (jeweils durch und mal zwei bzw. vier), doch eine solche Veränderung kann man sich auch ohne Demonstration vorstellen, daher habe ich auf ein Beispiel verzichtet.
3.2.Harddisc-Recording in der Praxis: Schritt für Schritt zum eigenen Hit
Die folgende Beschreibung setzt die Verwndung von Magix Music Maker v2000 voraus.
Grundsätzlich ist es zu empfehlen, für die Schlagzeug Spur vorgefertigte Samples zu verwenden, da es wie schon erqähnt nicht sehr einfach ist, ein komplettes Drumset aufzunehmen.
Solche Samples gibt es en masse auf sogenannten Wave-Pool-Cd-Roms, zum Beispiel auch von der Firma Magix. Meistens sind diese nach Genres geordnet erhältlich (u.a. Techno, Drum and Bass, Rock und Pop usw.).
Ein neues Projekt sollte nicht weniger als 8 Stereospuren haben. Auf die erste Spur fügt man anfangs ein Schlagzeugsample ein, das bei der nun folgenden Aufnahme als Metronom dient, um den Takt und den Rythmus nicht zu verfehlen. Mit einer Voll Duplexfähigen Soundkarte kann man die Schlagzeugspur während der Aufnahme abspielen.
Mit einer Gitarre, die von einem Mikrophon (an den Mic-Eingang der Soundkarte gesteckt) abgenommen wird, oder mit einer elektrischen Gitarre, die direkt an den Line-Eingang geschlossen werden kann, nimmt man eine zum Schlagzeug rythmisch passende Gitarrenspur auf.
Wenn der aufgenommene Teil innerhalb eines Songs öfter als einmal vorkommen soll, kann er einfach kopiert und an einer beliebigen Stelle wieder eingefügt werden. Die Aufnahme sollte aber nicht viel länger als eine Minute sein, da es sonst zu Schwierigkeiten mit der Wiedergabequalität und vor allem zu Systemüberlastung kommen kann. Die Anzahl der Aufnahmen sind quasi irrelevant, nur die Länge der Samples beeinflusst die Systemperformance.
Nachdem alle benötigten Gitarrensamples aufgenommen wurden, können sie gemeinsam mit dem Schlagzeug arrangiert werden, um ein Grundgerüst des Songs zu haben.
So wie eben beschrieben bin ich bei der Aufnahme zu diesem Lied vorgegangen. Hd-rec1.wav ist sehr simpel, sowohl vom kompositorischen Aufbau als auch von der Menge der benutzten Samples.
Im Grunde ist das eine Gitarrenspur und eine Gesangsspur, wobei diese in jeweils mehrere Samples geteilt sind, da, wie bereits erwähnt, ein 2 - 3 Minuten Sample zu Komplikationen mit dem Rechner führen kann.
Am Beginn des ganzen Liedes steht die Idee der Melodie, die mir rein zufällig einfiel, als ich ein bißchen auf der Gitarre spielte. Der Rest, die Gitarrenakkorde und der Text, war innerhalb von Minuten kreiert, also begann ich, mein Werk aufzunehmen, um es in guter Qualität (44 kHz, 16 Bit Stereo) später auf CD brennen zu können.
Als erstes habe ich die Gitarrenspur aufgenommen. Es wäre sinnlos, die Gesangsspur zuerst aufzuzeichnen, da man keine Anhaltspunkte (Rythmus, Tonhöhe) hätte.
Das ganze Lied besteht aus nur zwei verschiedenen Gitarrenparts, wie gehabt Strophe und Refrain, wobei es sich nicht wirklich um einen typischen Refrain handelt. Ein Refrain im herkömmlichen Sinn wiederholt sich immer wieder, der Refrain in diesem Lied ist zwar zweimal vorhanden, die zwei Variationen variieren aber in Text und Melodie, nur die Akkordfolge ist die gleiche.
Deshalb bezeichne ich den ersten Refrain eher als Zwischenteil, quasi eine Abwechslung zwischen den beiden Strophen, und der zweite Refrain, obwohl er, als eindeutiger Höhepunkt des Liedes, die Rolle des Refrains eher erfüllt, dient mehr als stimmungsgebender Schluß, der dem Lied am Ende noch etwas Spannung gibt.
Um den Gesang möglichst authentisch, es handelt sich bei Hd-rec1 um ein eher trauriges Lied, aufnehmen zu können, habe ich auf einen alten Musikertrick zurückgegriffen:
Ich habe den Raum verdunkelt und nur vereinzelt Kerzen aufgestellt, so konnte ich mich besser in eine passende Stimmung hineinversetzen.
Zum Schluß habe ich noch die Donner- und Regensamples eingefügt, um dem ganzen Lied mehr Variation zu geben. Durchgehend nur Gitarre und Gesang kann auch leicht langweilig werden. Doch ich denke, daß mir Hd-rec1.wav recht gut gelungen ist. Im Vergleich zu professionell produzierten Liedern ist die Klangqualität jedoch recht schlecht.
Die Beispiele Hd-rec2a.wav und Hd-rec2b.wav
Diese beiden Lieder zeigen gut, was man aus einem simplen Grundgerüst mit Hilfe von Samples und etwas Kreativität machen kann.
Hd-rec2a.wav hat in etwa den gleichen Entstehungsprozeß hinter sich wie Hd-rec1.wav, auch die Instrumentierung ist gleich: Gitarre und Gesang. Nur zweimal habe ich kurz eine zweite Gitarrenspur aufgenommen.
Das dezente Rauschen im Hintergrund liegt an einem leicht beschädigten Mikrophon, das ich zur Gesangsaufnahme verwendet habe. Durch dieses Rauschen kann man nicht mehr von CD-Qualität sprechen, auch wenn auch dieses Lied mit 44 kHz (wie eine CD) und 16 Bit Stereo aufgezeichnet wurde.
Hd-rec2a.wav ist zwar ein in sich geschlossenes und fertiges Lied, jedoch kann man noch viel daraus machen.
Beim sogenannten Remixing nimmt man Teile aus schon bestehenden Liedern, fügt sie neu und meistens anders aneinander und ergänzt sie mit neuen Teilen. Diesem Vorgang habe ich auch Hd-rec2a.wav unterzogen. Das Kopieren einzelner Gesangs- und Gitarrenpassagen ist sehr einfach, das Programm Music Maker besitzt extra Funktionen zum Duplizieren von Samples, welche dann beliebig in anderen Liedern eingefügt werden können.
Von Hd-rec2a.wav zu Hd-rec2b.wav
Obwohl Hd-rec2b.wav wie ein völlig neues Lied klingt, war der Weg von Hd-rec2a.wav zu Hd-rec2b.wav kein langer. Nachdem ich die Gesangs- und Gitarrenpassagen eingefügt hatte, suchte ich mir einen passenden Schlagzeugrythmus von einer Sound-Pool Cd-Rom, welcher auch schon den grössten Unterschied uir Originalversion, wo es keine Schlagzeuguntermalung gab, darstellt.
Der nächste Schritt waren einige neue Aufnahmen, die E-Gitarrenspur und ein wenig zusätzlicher Gesang. Die Gitarrenpasssagen, die ich von der Originalversion übernommen habe, habe ich mit Höhen- und Tiefenfiltern verändert, und zum Schluß fügte ich noch einige wenige Rythmussamples ein.
Hd-rec2b.wav klingt nun wirklich völlig eigenständig, obwohl es im Grunde zum Großteil aus Originalsamples von Hd-rec2a.wav besteht.
Die technischen Möglichkeiten moderner Harddiscrecordingsoftware (in diesem Fall Music Maker v2000) machen es zu einem Kinderspiel, gute Ergebnisse zu erziehlen, und auch wenn man kein Instrument spielt, ist das kein Hindernis, da man mit den vorgefertigten Samples der Sound-Pool Cd-Roms, die alle kompatibel sind (in Bezug auf Tonhöhe und Geschwindigkeit) auch ohne musikalische Vorkenntnisse schnell zu Erfolgserlebnissen kommt.
1.Die Vorteile des Internet für Musiker:
Schon vor längerer Zeit wurden im Internet die ersten "Midi-Clubs" gegründet. Überall auf der Welt finden sich Midi-Begeisterte, die untereinander Midi-Files austauschen oder auch Tips geben und Fragen beantworten. Die meisten Midi-Sites bieten hunderte nach Kategorien geordnete Midi-Files zum gratis Download an. Nicht nur Eigenkompositionen sind dort zu finden, auch und vor allem Midi-Versionen bekannter Hits aller Genres von Pop über Rock bis zu Klassik können heruntergeladen werden. Da Midis meistens nur wenige Kilobyte groß sind und auch häufig in gepackter Form vorliegen, dauert der Download je nach Menge der Midi-Files manchmal nur wenige Sekunden.
Aber nicht nur fertige Musikstücke sondern auch Notensätze, Gitarrentabulaturen (vereinfachte Notenschreibweise für Saiteninstrumente) und Songtexte (für PC-Karaoke) sind praktische Downloadmöglichkeiten im Internet.
------------------------------------------------------------------ Beispiel für eine Tabulatur für
------------------------------------------------------------------ Gitarre, die sechs Zeilen stellen
-------------------------------7---7----7---7---9---9---9---9- die sechs Saiten dar,
-7--7--7--7--7--7--7--7----7---7----7---7---9---9---9---9- die Zahlen sind die zu
-7--7--7--7--7--7--7--7----5---5----5---5---7---7---7---7- greifenden Bünde.
-5--5--5--5--5--5--5--5----5---5----5---5---7---7---7---7-
Die Homepages bekannter Musikzeitschriften oder Instrumenten- und Musiksoftwarehersteller bieten oft gratis Downloads an. Einige praktische Dinge wie Drumeditoren, Mp3-Player und Waveeditoren können dort heruntergeladen werden (z.B. http://harmony-central.com/Software/Windows/).
1a) MP3: ein neues Format revolutioniert die Welt der Soundformate
Der Erfinder dieses recht jungen Formats ist das Fraunhofer Institut in Erlangen.
MP3 ist ein Komprimierungsverfahren, das bei CD-Qualität (44,1 kHz) einen Komprimierungsfaktor von 11 erreicht. Das bedeutet, daß man auf einer herkömmlichen CD statt den üblichen 74 Minuten ganze 14 Stunden Musik zu speichern. Leider sind herkömmliche CD-Player Audioanlagen noch nicht in der Lage, MP3 CDs abzuspielen, doch die Zukunft wird sicher noch die nötige Hardware bringen.
Für Musiker die mit dem Computer arbeiten wird MP3 noch sehr wichtig werden. Harddisc-Recording im Wave - Format ist einfach zu Speicherplatzaufwendig. Will man eine ganze Audio-CD auf Festplatte speichern, benötigt man schließlich 650 Megabyte Festplattenplatz.
Außerdem verspricht MP3 die Musikbranche zu revolutionieren. Einige Musiker sprechen davon, in Zukunft ihre Werke nur noch über das Internet und nicht mehr auf CD zu veröffentlichen. Bereits jetzt gibt es riesige Sammlungen populärer Musikstücke im Internet, wofür sogar eigene Suchprogramme erschaffen wurden.
2.Die beschriebenen Programme und Alternativen für Computermusiker
Magix Midi-Studio: Seit kurzem in der Version 2000 erhältlich. Die Deluxe-Version bietet 256(!) Midi Spuren, 16 Audio Spuren, Audio-Aufnahme, Audio-Editor, Mischpult für alle Spuren (Midi und Audio) mit Reglern für Lautstärke, Reverb, Pan, Chorus u.a., Drum Editor, Karaoke und andere hilfreiche Funktionen.
Gemeinsam mit dem Midi-Studio mitgeliefert wird das Audio-Studio. Es ist ein professionelles Harddisk Recording System mit WAV Editor und einer Vielzahl von Effekten und Video-Integration.
Das Audio-Studio ist speziell für Sampling konzipiert, das heisst für die Aufnahme mit externen Instrumenten oder von CD, Kassette oder Schallplatte.
Magix Musik Maker: Ebenfalls in der Version2000 erhältlich. Ausschliesslich für Digital-Audio und Videobearbeitung. Der Musik Maker ist das perfekte Programm für Einsteiger. Samples lassen sich in Tonhöhe und Geschwindigkeit automatisch aneinander anpassen, und so braucht man praktisch nur noch die Samples aneinanderreihen. In wenigen Minuten lassen sich professionell klingende Musikstücke in CD-Qualität (48 Khz) erstellen. Doch nicht nur für Anfänger ist das Programm interessant. Fortgeschrittene und Profis können den Musik Maker als Harddisk Recording verwenden.
Die vielfältige Effektpalette bietet viele Möglichkeiten, die Aufnahmen zu verfeinern. Danach lassen sich die eigenen Samples bequem mit vorgegebenen Waves arrangieren.
Nebenbei lassen sich noch Avi-Files einbinden, um den multimedialen Eindruck perfekt zu machen. Auch die Videos können bearbeitet werden (Überschneidung, Blue-Box usw.).
Magix Live Act: Der Live Act bietet sich für jene Musiker an, die auf der Bühne mit dem Computer arbeiten. Auf Knopfdruck werden Samples im richtigen Takt gespielt und ebensoschnell wieder gestoppt. Auch dieses Programm bieten eine Vielzahl von Effekten, die hier sogar live (d.h. während ein Sample gerade gespielt wird) eingesetzt werden können.
Cubasis Sequenzer: Einer der ersten und meistverbreiteten MIDI-Sequencer. Vom Layout und der Funktionspalette war er das große Vorbild des Magix Midi Studios.

Der Cubasis Sequencer von der Firma Steinberg in der aktuellen Version 3.5
3.Begriffserklärung:
Track: Ein mehrspuriges Musikprogramm arbeitet mit mehreren parallel abspielbaren Tracks (Spuren). Jeder Track kann einzeln bearbeitet werden, alle Tracks können sowohl einzeln als auch gleichzeitig abgespielt werden. Gewöhnlich verwendet man (bei Midi und auch bei Digital Audio) eine Spur für Schlagzeug (bei Midi ist dafür die zehnte Spur reserviert, es können jedoch alle Spuren für Drums verwendet werden), und jeweils eine andere für die Melodieinstrumente.
Sample: ein Sample entspricht einem digitalen Instrument oder einer längeren, digital aufgezeichneten Instrumental- oder Gesangspassage. Samples sind meistens normale Wave-Dateinen, die bei CD-Qualität (48 Khz) pro Minute ca. 10 Megabyte Speicher brauchen. Samples sind die wesentlichen Bestandteile einer Digital Audio Komposition, da hier im Gegensatz zu Midi nicht mit vorgefertigten, auf der Soundkarte gespeicherten, synthetisch erzeugten Instrumenten gearbeitet wird. Das hat den Vorteil, daß der Klang naturgetreu wiedergegeben wird (d.h. eine Gitarre klingt auch wirklich wie eine echte Gitarre) und nicht von der Synthesizerqualität der Soundkarte abhängt.
Sampling: die digitale Aufnahme über ein Mikrophon oder mit direkt an den PC angeschlossene Instrumente .
Allgemein wird als Sampling der Vorgang der Konvertierung eines Klanges in eine Abfolge von numerischen Werten bezeichnet.
Midi: "Musical instrument digital interface". Die Schnittstelle auf einer Soundkarte, die verschiedenen Instrumente synthetisch erzeugt. Die Qualität des Klanges variiert stark von Soundkarte zu Soundkarte und hängt vom eingebauten Synthesizer ab.
Pitch Wheel: Teil eines Midi-Keyboards. Eine Art Hebel, mit dem die Tonhöhe einer angeschlagenen Taste um einen Ton nach unten und nach oben mit fließendem Übergang verschoben werden kann.
Magix Music Maker Handbuch
Magix Midi Studio Handbuch
Soundblaster AWE64 Gold Handbuch
Creative Labs Homepage Deutschland: http://www.cle.creaf.com/germany/
Homepage von Stephan Haewss: http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Stephan.Haewss/
Online Midikurs: http://www.prz.tu-berlin.de/teachware/midikursV09/midi1.html
Radio Bremen Homepage: http://www.radiobremen.de/rbtext/rb2/_wissen/hagemey/hag09.htm